Asthma-Anfall

Die meisten Asthmatiker hatten schon einmal einen Asthma-Anfall. Zu Recht hat man Angst davor. Umso wichtiger ist es, die Anfälle frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmassnahmen einleiten zu können.

Wichtig ist zu wissen, dass sich die wenigsten Anfälle plötzlich entwickeln ohne Vorankündigung, meist gehen den Anfällen die schon besprochenen Warnsymptome Tage voraus. Nur man muss diese eben frühzeitig erkennen.

Einige Raschläge für den «Notfall»

  • Notfall-Plan: Ein Anfall ruft meist viel Aufregung hervor. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt einen individuellen Notfall-Plan zusammenstellen, damit nichts vergessen wird.
  • Notfall-Nummern: Notieren Sie auf jeden Fall die Notfallnummern auf dem Telefon. Rufen Sie die Notfall-Nummer Tel. 144.
  • Notfall-Box: Lassen Sie sich die Notfall-Medikamente von Ihrem Arzt (z.B. Kortison-Tabletten) in einer kleinen Notfall-Box zusammenstellen.

Richtig Handeln im Asthma Anfall ohne Angst
 
1. Peak-Flow messen
Peak-Flow-Wert liegt noch über 50% des persönlichen Bestwertes, ein normales Sprechen ist noch möglich:

  • Sofort 2 – 4 Hübe des «Notfall-Sprays» (rasch wirksames ß2-Sympathomimetikum).
  • «Dosierte Lippenbremse», atemerleichternde Köperhaltung einsetzen.
  • 10 – 15 Min. warten.

2. Peak-Flow messen
a. Besserung: Der leichte Anfall wurde beherrscht.

b. Keine Besserung: Ein schwerer Anfall droht!

  • Nochmals 2 Hübe des «Notfall-Sprays» und 25 – 50 mg Prednisolonäquivalent am besten mit einem Glas Wasser.
  • 5 – 10 Min. warten.
  • Keine Besserung: lebensbedrohlicher Anfall! Notarzt rufen (Telefon 144).

Es gibt schwere Asthma-Anfälle mit stärkster Luftnot, dass Sie kaum noch sprechen können. Eine Peak-Flow-Messung ist dann meist nicht mehr möglich. Hier ist es entscheidend, dass möglichst schnell der Notarzt gerufen wird.




Maja Simic
Senior Product Manager Special Products