Was sind «Antibiotika»?

Der Begriff «Antibiotika» leitet sich aus dem griechischen «anti» (gegen) und «bios» (Leben) ab und heisst so viel wie «gegen etwas Lebendes». Die Gruppe der Antibiotika umfasst Wirkstoffe, die bereits in kleiner Dosis zur Bekämpfung von bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Ursprünglich wurden Antibiotika hauptsächlich aus natürlichen Quellen gewonnen.

Das erste Antibiotikum, das 1928 entdeckte Penicillin, wird von einem Schimmelpilz produziert. Mittlerweile werden Antibiotika auch synthetisch hergestellt, und die pharmazeutische Forschung hat eine Vielzahl an Antibiotika mit unterschiedlichsten Wirkungen entwickelt.
 
Mit verschiedenen Strategien wird gegen die Bakterien vorgegangen: Einige Antibiotika behindern den Aufbau der Zellwand des Bakteriums und verhindern so deren Vermehrung.

Andere Antibiotika machen die bakterieneigene Produktion von Proteinen oder Vitaminen unmöglich und verhindern somit ein Weiterexistieren. Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die Reproduktion der Bakterien zu stoppen: Die Weitergabe des Erbgutes wird gestört. Besonders effektiv sind Antibiotika, die mehrere dieser Strategien nutzen, um Bakterien zu vernichten. Allerdings braucht jede dieser Strategien genügend Zeit. Es dauert daher oft einige Tage oder Wochen, bis alle Bakterien eliminiert sind.