Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Die Dosis der Röntgenstrahlen ist jedoch sehr klein. Ein Flug von Zürich nach New York belastet den Körper um ein Mehrfaches an Strahlung, verglichen mit einer Mammographie. Beim Mammographie-Screening wird oft ein Knoten in der Brust erkannt, bevor dieser ertastet werden kann. Auch Gruppen winziger Kalziumeinlagerungen (Mikroverkalkungen) werden erkennbar. Knoten oder Einlagerungen können Anzeichen für Krebs sein. Ist bei der Mammographie ein anomaler Bereich erkennbar, müssen eventuell noch weitere Aufnahmen oder eine Biopsie durchgeführt werden. Die Biopsie ist der einzige Weg, um sicher sagen zu können, ob Krebs vorliegt. Die Mammographie ist für Ärzte ein sehr effektives Instrument, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. (Sie ist zurzeit das einzige System, das verdächtigen Mikrokalk – einen möglichen Hinweis auf sehr frühen Milchgang-Krebs – entdecken kann.) Es kann aber vorkommen, dass
- im Mammogramm manche bereits vorhandenen Tumore nicht erkannt werden (falsch-negativer Befund).
- im Mammogramm Verdächtiges zu sehen ist, obwohl es sich dabei nicht um Krebs handelt (falsch-positiver Befund).
- manche schnell wachsenden Tumore bereits in andere Körperbereiche gestreut haben, bevor sie bei der Mammographie entdeckt werden.
Besprechen Sie das Thema Mammographie bei der regelmässigen Kontrolle mit Ihrem Arzt. In einigen Kantonen (FR, GE, JU, VD, VS; Stand 2005) werden Frauen ab 50 alle zwei Jahre eingeladen, beinahe kostenlos eine Mammographie machen zu lassen. Ob sie von diesem Angebot Gebrauch machen, ist jedoch eine persönliche Entscheidung. |