Risiko Arterienverkalkung: Die Gefässe machen dicht

Erhöhte Cholesterinspiegel im Blut verursachen keine Beschwerden, machen keine Schmerzen, sind sie also auch nicht gefährlich? Leider ein Trugschluss, denn das jahrelange «Zuviel» an Cholesterin führt über die Arterienverkalkung zu schwerwiegenden Komplikationen.

Ablagerungen von überschüssigem Cholesterin und anderen Stoffen, so genannte Plaques, schädigen die Gefässwand vor allem von Arterien, in denen das sauerstoffreiche Blut vom Herzen zu den Organen befördert wird. Das setzt verschiedene komplexe Prozesse in Gang, die im Laufe der Zeit dazu führen, dass die ursprünglich elastische Arterie hart wird und verkalkt. Dieser Vorgang – in der Fachsprache Atherosklerose (athero = griech. «Schleim, Kleister»; skleros = griech. «hart») genannt – passiert nicht über Nacht, sondern entwickelt sich schleichend über viele Jahre. Man nimmt heute an, dass dabei in der Gefässwand chronisch entzündliche Prozesse ablaufen.
 
Je mehr LDL-Cholesterin sich absetzt und die Arterien verengt, desto schlechter werden die Organe mit Blut und damit mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt. Dieser Prozess schreitet immer weiter fort, bis die Arterie vollständig verschlossen ist und das entsprechende Körpergewebe nicht mehr mit Blut versorgt wird. Das jeweilige Organ versagt nun seinen «Dienst», die Folgen können – je nachdem, wie wichtig das Organ für den Körper ist – lebensbedrohlich sein. Die Plaques können auch «platzen». Dann entsteht an dieser Stelle ein Gerinnsel, das das Gefäss komplett oder teilweise verschliesst.




Monika Widmer
Product Manager