Behandlung

Nicht alle Herzrhythmusstörungen müssen behandelt werden. Behandlungsbedürftig sind Herzrhythmusstörungen dann, wenn sie

  • den Patienten erheblich belasten, z.B. durch Herzstolpern, Herzjagen oder Schwindelgefühle.
  • die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten einschränken.
  • die lebenswichtige Blutversorgung des Körpers beeinträchtigen.
  • die Gefahr eines plötzlichen Herztodes mit sich bringen.

Die Behandlung der Herzrhythmusstörungen richtet sich nach ihrer Art und Ursache. Zur medikamentösen Behandlung verwendet man so genannte Antiarrhythmika. Diese beeinflussen in unterschiedlicher Weise die Bildung und Weiterleitung der elektrischen Erregungen im Herzen. Sollten Herzrhythmusstörungen Folge einer Grunderkrankung, z.B. einer koronaren Herzkrankheit oder Überfunktion der Schilddrüse sein, gilt es zunächst diese zu behandeln. Sie können auch selbst dazu beitragen, Herzrhythmusstörungen vorzubeugen, indem Sie bestimmten Auslösefaktoren aus dem Weg gehen. Vermeiden Sie körperliche Überanstrengungen, übermässigen Ärger und Stress sowie Rauchen. Alkohol, insbesondere in grösseren Mengen und in konzentrierter Form, ist schädlich für Ihr Herz. Beschränken Sie deshalb Ihren Alkoholkonsum auf ein Minimum. Wenn Sie deutlich übergewichtig sind, dann sollten Sie Ihr Gewicht reduzieren. Am besten geeignet ist hierzu eine ausgewogene, kalorienarme Diät. Wenn Sie eine Diät beginnen wollen, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Wenn Sie bei Kaffeegenuss feststellen, dass Ihr Herz aus dem Takt gerät, sollten Sie sich auf wenige Tassen täglich beschränken und ggf. auf koffeinfreien Kaffee oder andere Getränke ausweichen. Da Mineralstoffe Einfluss auf den Herzrhythmus haben, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Körper ausgewogen mit Mineralstoffen – vor allem mit Kalium und Magnesium – versorgt wird. Sollte bei Ihnen ein Mangel an diesen Mineralstoffen vorliegen, wird empfohlen, vermehrt kalium- und magnesiumreiche Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. Hierzu zählen beispielsweise Bananen und andere Obstsorten, Walnüsse, Gemüse (z.B. Linsen, Spinat, Fenchel), Vollkornprodukte und Fruchtsäfte.
 
Unkontrollierter Gebrauch von Abführmitteln oder längeres Schwitzen sowie wiederholtes Erbrechen oder anhaltende Durchfälle können zu übermässigem Kalium- und Magnesiumverlust führen. Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihren Arzt.




Monika Widmer
Product Manager