Die besten Gründe für eine gute Diabetesbehandlung

Mühsam abnehmen, regelmässig Sport treiben, auf die Ernährung achten, Kohlenhydrate abschätzen und dann auch noch Tabletten schlucken – einige Diabetiker wollen das anfangs nicht so recht einsehen. Denn auch ohne Behandlung fühlen sie sich gut. Doch das ist das Tückische an dieser Krankheit: Schlecht eingestellte Typ-2-Diabetiker müssen später mit Folgeerkrankungen rechnen.
 
Gute Chancen ...
Die allerbeste Vorbeugung gegen typische Folgeerkrankungen ist die Einstellung auf möglichst normale Blutzuckerwerte. Die Mühe lohnt sich also auf jeden Fall!
 
... für ein gesundes Nervensystem
Erhöhte Blutzuckerwerte sind nicht harmlos. Denn im Laufe der Zeit kann die Stoffwechselstörung die Nerven schädigen: Reize werden nicht mehr wie gewohnt weitergeleitet. Die ersten Anzeichen sind meist Kribbeln und Brennen der Füsse, ein Gefühl laufender Ameisen auf Füssen oder Unterschenkeln, Schmerzen in den Beinen, gesteigerte Empfindlichkeit bei Berührungen, aber auch zunehmender Gefühlsverlust. Obwohl die Schäden meist zuerst an Füssen und Unterschenkeln auftreten, kann auch jeder andere Teil des Nervensystems betroffen sein. Bei guter Einstellung des Diabetes – nicht zuletzt mit Medikamenten – kann das Fortschreiten der Erkrankung gebremst oder sogar rückgängig gemacht werden.
 
... für intakte Blutgefässe
Gefährdet durch hohe Blutzuckerwerte sind auch die Blutgefässe. Auftreten können Schäden zum einen an den grösseren oder mittleren Gefässen (Makroangiopathie). So leiden Diabetiker häufiger als Stoffwechselgesunde an Atherosklerose. Wer jedoch seinen Blutzucker gut einstellt – und zudem noch die anderen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und Rauchen ausschaltet –, kann die Gefahr von Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich verringern.
 
Eine für die Zuckerkrankheit typische Folgeerkrankung sind Schäden an den kleinen Blutgefässen, den Kapillaren (Mikroangiopathie). Die Durchblutung einzelner Gewebe wird schlechter, so dass z.B. Wunden schlechter abheilen. Die grössten Probleme können an den Augen, Nieren und Füssen auftreten.
 
... für klare Sicht
Schon länger erkrankte Diabetiker sollten vorsorglich alle sechs Monate zum Augenarzt gehen. Denn nur er kann Schäden an den Blutgefässen des Augenhintergrundes (Retinopathie) rechtzeitig entdecken: Mit Laserstrahlen lassen sich geschädigte Blutgefässe veröden und Blutungen stillen.
 
... für leistungsfähige Nieren
Besonders stark machen sich auch Schäden an den vielen kleinen Blutgefässen der Nieren bemerkbar (Nephropathie). Sogar Nierenversagen kann die Quittung für einen jahrelang schlecht eingestellten Stoffwechsel sein. Dann hilft nur noch die Dialyse, eine künstliche Blutwäsche. Doch Diabetiker können das Risiko solcher Schäden sehr stark verringern – mit gut eingestellten Blutzuckerwerten und einem normalen Blutdruck!

... für heile Füsse
Gefahren drohen Diabetikerfüssen gleich von zwei Seiten: Schäden an den kleinen Blutgefässen können die Durchblutung stören, Schmerzen verursachen und Wunden schlechter heilen lassen. Sind gleichzeitig noch die Nerven geschädigt und leidet der Diabetiker an Gefühlsstörungen, wird er das noch nicht einmal bemerken. Verletzungen werden zu spät entdeckt und nicht ernst genommen. Da der Heilungsprozess behindert ist, drohen ernste Komplikationen.




Maja Simic
Senior Product Manager Special Products