Vergiftungen und andere Anfallsauslöser

Anfälle können nach einer Vergiftung mit Blei, Kohlenmonoxid und vielen anderen Giften auftreten. Sie können auch bei Konsum illegaler Drogen und nach Überdosen von Antidepressiva und anderen Medikamenten vorkommen.
 
Anfälle werden häufig durch Faktoren wie Schlafmangel, Alkoholkonsum, Stress oder hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus ausgelöst. Diese Anfallsauslöser führen nicht zu einer Epilepsie, aber sie können Gelegenheitskrämpfe auslösen oder zu Durchbruchanfällen bei Menschen führen, die ansonsten mit ihren Anfallsmedikamenten gut eingestellt sind. Vor allem Schlafmangel kann häufig Anfälle auslösen.

Beruhigungsfaktor Schlaf
Menschen mit einer Epilepsie sollten deshalb für ausreichend Schlaf sorgen und möglichst regelmässige Schlafzeiten einhalten. Bei manchen Menschen lösen Lichtblitze oder das Flackern eines Computermonitors einen Anfall aus; dies wird als photogene Epilepsie bezeichnet. Rauchen kann ebenfalls Anfälle auslösen, weil das in Zigaretten enthaltene Nikotin auf die Rezeptoren des stimulierenden Neurotransmitters Acetylcholin im Gehirn wirkt, der die Entladung der Nervenzellen steigert. Sexuelle Aktivität löst nur in sehr seltenen Fällen Anfälle aus.




Maja Simic
Senior Product Manager Special Products