Asthma – eine chronische Entzündung der Bronchien

Jetzt drängt sich die Frage auf, warum es gerade beim Asthmatiker zu diesen Veränderungen in den Atemwegen kommt. Seit einigen Jahren weiss man, dass eine chronische, d.h. dauerhafte Entzündung der Atemwege die Ursache des Asthma bronchiale ist. Diese Entzündung wurde irgendwann einmal durch Allergien oder wiederholte Infekte in Gang gesetzt, hat sich dann aber verselbstständigt. Sie ist in den Bronchien des Asthmatikers in unterschiedlicher Ausprägung immer vorhanden und ist für die aktuellen Beschwerden verantwortlich.

Die Folge dieser Entzündung ist eine Überempfindlichkeit der Atemwege auf unterschiedliche Reize, z.B. Allergene. Man spricht auch von einem überempfindlichen oder hyperreagiblen Bronchialsystem. Oft wird die Frage gestellt, ob das Asthma bronchiale vererbbar ist. Es ist keinesfalls eine klassische Erbkrankheit, dennoch finden sich familiäre Häufungen. Offensichtlich wird die Bereitschaft weitervererbt, ein Asthma bronchiale im Laufe des Lebens zu entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit für das Kind ist umso höher, wenn beide Elternteile selbst Asthma haben. Ob aus dieser Veranlagung dann tatsächlich ein Asthma wird, entscheiden verschiedene äussere Gegebenheiten wie häufige Atemwegsinfekte oder Umwelteinflüsse.


Eine Erkrankung – viele Gesichter: Das Asthma bronchiale hat unterschiedliche Erscheinungsformen, denen aber als Gemeinsamkeit die Entzündung in den Atemwegen zugrunde liegt.
 
Allergisches Asthma: Diese Form ist durch vermehrte Beschwerden bei Kontakt mit Allergenen gekennzeichnet, durch einen Krankheitsbeginn in der Kindheit sowie bekannte Allergien in der Familie.
 
Nicht-allergisches Asthma: Oft tritt diese Form erstmals im höheren Lebensalter auf, nicht selten im Anschluss an einen Bronchialinfekt. Häufig sind bereits vorher Probleme im Bereich der Nase («Polypen») oder den Nasennebenhöhlen bei den Betroffenen aufgetreten.
 
Anstrengungsasthma: Auch das Anstrengungsasthma, das bei Kindern viel häufiger zu finden ist als bei Erwachsenen, ist keine unabhängige Erkrankung.
 
«Aspirin»-Asthma: Hier wird die Atemnot durch Schmerzmittel vom Typ «Aspirin» (Acetylsalicylsäure) ausgelöst, die häufig bei Schmerzen, Fieber, Entzündungen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt werden. Wer einmal auf ein Schmerzmittel mit Atemnot reagiert hat, muss in Zukunft diesen Wirkstoff meiden. Wer bisher diese Medikamente vertragen hat, kann diese auch weiterhin bei Bedarf einnehmen.




Maja Simic
Senior Product Manager Special Products