Glossar


Absence
Form eines epileptischen Anfalls; besteht aus einer kurzen Bewusstseinsstörung und nachfolgendem Gedächtnisverlust.

Anfallsauslöser
Ereignis, das einen epileptischen Anfall auslöst; oft ist es bei einem Betroffenen immer dasselbe Ereignis.

Antiepileptikum
Medikament, das Anfälle unterdrücken kann.

Antikonvulsive Therapie
Therapie mit Antiepileptika.

Atonischer Anfall
Anfall mit Verlust des normalen Muskeltonus.

Aura
ungewöhnliche Empfindungen, Vorgefühl vor einem epileptischen Anfall.

Automatismus
unkontrollierte und z.T. auf einen auslösenden Reiz hin automatisch ablaufende Handlung oder Sprachäusserung, die nicht bewusst ist.

Biofeedback
macht Funktionen des Gehirns sichtbar, um sie bewusst beeinflussen zu können.

Computertomographie (CT)
computergestütztes Verfahren; macht die Strukturen des Gehirns mit Hilfe von Röntgenstrahlen sichtbar.

Elektroenzephalogramm (EEG)
Methode zur Registrierung von elektrischen Funktionen der Nervenzellen im Gehirn.

Entstehungsherd
Ort des Gehirns, in dem die epileptische Aktivität entsteht.

Epilepsiesyndrom
durch eine bestimmte Gruppe von Symptomen gekennzeichnete Erkrankung; eines der Symptome ist die Epilepsie.

Frontallappenepilepsie
Form der Epilepsie mit komplex-partiellen Anfällen; ist auf Herde im Frontalhirn zurückzuführen.

Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)
siehe Magnetresonanztomographie (MRT).

Generalisierter Anfall
beide Hirnhälften bilden gleichzeitig epileptische Aktivität.

Gliazelle
nicht-neuronale Gehirnzelle; auch Neuroglia genannt.

Grand mal
generalisierter Anfall mit tonisch-klonischen Krämpfen.

Hemisphärektomie
Entfernung einer Hälfte des Grosshirns.

Hippocampus
Teil des Temporallappens; wird für die Übertragung von Lerninhalten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis benötigt.

Ketogene Diät
besteht aus Fett und Eiweiss; kann Anfälle verhindern helfen.

Klonischer Anfall
kurze Muskelverkrampfung.

Magnetenzephalogramm (MEG)
Methode zur Aufzeichnung von Magnetfeldänderungen des Gehirns.

Magnetresonanzspektroskopie (MRS)
Methode zur Analyse von molekularen Strukturen von Stoffen ohne deren Zerstörung.

Magnetresonanztomographie (MRT)
computergestützte Methode, die Bilder aus dem Inneren des Gehirns liefert; dazu gehört auch die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT).

Multifokale Epilepsie
von mehreren Herden ausgehende Epilepsie.

Myoklonischer Anfall
rasche, unwillkürliche Muskelzuckungen.

Neurotransmitter
kleine, diffundierbare Moleküle, die die Erregungsweiterleitung im Nervensystem bewirken.

Okzipitallappenepilepsie
Form der Epilepsie; entsteht im hinteren Teil der Grosshirnhälften.

Parietallappenepilepsie
Form der Epilepsie; entsteht im oberen und seitlichen Teil der Grosshirnhälften.

Partieller Anfall
epileptische Aktivität in nur einem Teil des Gehirns.

Petit mal
veraltete Bezeichnung für verschiedene Formen epileptischer Anfälle.

Photogene Epilepsie
Anfall, der durch Lichtblitze oder das Flackern eines Computermonitors ausgelöst wird.

Positronenemissionstomographie (PET)
Methode zur Bilddarstellung des Stoffwechsels im Gehirn; kann Abweichungen der Hirnfunktion nachweisen.

Psychomotorische Epilepsie
«Pseudoabsence» («dreamy state»); dauert Sekunden bis Minuten; meist mit Bewegungsautomatismen.

Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT)
rechnergestütztes Schnittbildverfahren; hilft, Anfallsherde im Gehirn zu lokalisieren.

Spektroskopie
erkennt und kennzeichnet Ionen, Atome und Moleküle anhand der von ihnen aufgenommenen bzw. abgegebenen elektromagnetischen Strahlung; gibt Aufschluss über die Sauerstoffspiegel im Hirngewebe.

Status epilepticus
andauernder epileptischer Zustand oder Wiederholung von Anfällen.

Temporallappen
unterer und seitlicher Teil der Grosshirnhälften.

Temporallappenepilepsie
Epilepsie mit Herd im Temporalhirn.

Tonischer Anfall
Anfall, bei dem die Verkrampfung der Muskeln länger andauert.

Tonisch-klonischer Anfall
Anfall, der aus einer andauernden Verkrampfung (tonische Phase) und aus folgenden kurzen Zuckungen (klonische Phase) besteht.